Das Holon in der Geomantie


Landschaft als HolografieDie Landschaft gliedert sich in partielle Unterstrukturen, die dennoch Teil des Ganzen sind. In Philosophie, Physik, Ökologie und Soziologie ist hierfür der Begriff des Holons gebräuchlich. Ein Holon (von griech. ὅλος, hólos und ὀν, on „das Teil eines Ganzen Seiende") ist folglich „ ein Ganzes, das Teil eines anderen Ganzen ist". So ist z.B. eine Zelle ein Ganzes jedoch ebenso Teil eines umfassenderen Ganzen wie z.B. eines Organs und dieses wiederum Teil eines noch umfassenderen Ganzen – dem Körper.

In der Geomantie bezeichnet ein Holon somit eine geistig-seelische Einheit eines Landschaftsraumes. Als ein Ganzes, existiert in einem Landschaftsholon das prinzipielle Potenzial von allem, was es im Kosmos gibt. Es ist wie eine Holografie strukturiert: In einer holografischen Abbildung sieht man z.B. ein Gesicht. Zerteilt man diese holographische Abbildung, so enthält jede Hälfte nicht etwa nur das halbe Gesicht, sondern das Ganze. Viertelt man die Holographie, so enthält jedes Viertel wiederum das ganze Gesicht. So kann dies bis ins Unendliche weitergehen. Jedes Kleinholon enthält also alle Informationen, die auch das ursprüngliche Holon enthielt. Allerdings nimmt die Informationsdichte immer mehr ab – das Gesicht wird immer unschärfer.

Bezogen auf die Landschaft bedeutet dies: Ein Landschaftsholon enthält alle geomantischen, sowie geistig-seelischen Strukturen, die es im Kosmos gibt, z.B. Erdorgane (Atmungszentren, Herzzentrum, Erdungszentrum, usw.), planetare Kräfte, Wesensfokusse usf. Wird das übergeordnete Atmungszentrum eines Landschaftsholons gestört, so übernimmt das Atmungszentrum eines untergeordneten Holons dessen Funktion. Sehr ähnlich ist im Übrigen unser Gehirn strukturiert.

Ab einer bestimmten Größe eines Kleinholons allerdings sind z.B. die Planetenkräfte nicht mehr als Einstrahlpunkte vertreten, sondern – da die Informationsdichte abnimmt – lediglich als Potenziale, als Resonanzfelder.

Die Strukturierung der Landschaft im Prinzip des Holons erlaubt es in der Ritualarbeit auch, auf kleinere Holons einzuwirken, wobei die Wirkung sich auf ein Großholon überträgt. Die Heilungsarbeit mit einem kleineren Landschaftsgenius hat seine Rückwirkung auf den Landschaftsgenius höherer Holons. Dadurch sind Ritual- und Heilungsarbeiten möglich, die bei einem viele tausend Quadratkilometer großen Landschaftsraum schlicht überfordern würden.

Allerdings sollte man bedenken, dass auf ein übergeordnetes Holon natürlich auch die Informationen aller anderen Kleinholons einwirken. Darum relativiert sich der Omnipotenz-Gedanke sehr schnell wieder.

Nach Ken Wilber hat jedes Holon

  • zwei "Triebe" oder "Tendenzen": seine Ganzheit zu bewahren ("Agenz") und seine Teilheit zu bewahren ("Kommunion")
  • ein "vertikales Vermögen" zur "Selbstranszendenz" (Bildung höherer Einheiten) und "Selbstauflösung" (Zerfall in seine Bestandteile).

Dies trifft auch auf das geomantisch betrachtete Holon einer Landschaft zu, ja selbst das Sonnensystem stellt sich auf diese Art betrachtet als eine höhere Einheit dar, die zur Selbstauflösung (der Bildung von Planeten) ebenso neigt wie zur Selbsttranszendenz (zur Bildung einer Galaxie). Somit schwingt im Grundprinzip des Holons auch eine kosmische Bewusstseinsordnung mit, die sich in immer kleinere Einheiten auflöst, aber auch in höhere Einheiten transzendiert.

Das Verständnis des Holons dient als grundlegendes Prinzip in der gestalterischen Arbeit (von Feng Shui, über Ritualarbeit bis zur Erdheilung) im Themenfeld der Geomantie. Viele wirksame Maßnahmen werden über dieses Prinzip erst erklärbar.

 

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Bild: Kittiphat Abhiratvorakul/istockphoto


Kommentare (3)

  1. Karen Mau:
    07.11.2019 07:56

    ... Danke für diesen Beitrag. Habt ihr da auch schon eine Idee zum Umgang mit 5G und der möglichen Auswikungen, Stärkung aller Lebewesen bzw. ihrer Heilung? Wie konntrman sich das in diesem Zusammenhang vorstellen? Danke

  2. Stefan Brönnle:
    07.11.2019 12:54

    5G hat ehrlich gesagt nur sehr wenig mit diesem Thema zu tun. Es ist schwer Heilungsszenarien zu entwickeln, wenn -wie bei 5G - noch nicht mal die Frequenzen ganz klar sind, mit denen gearbeitet werden wird. Es ist einfach viel zu viel offen bei 5G. Erst in der konkreten Konfrontation mit dieser Technik wird man auch Heilungsimpulse entwickeln können.
    Allgemeine Stärkungen der Lebenskraft kann man natürlich immer vornehmen, Techniken dazu zu beschreiben, würde aber den Rahmen der Kommentarfunktion sprengen.

  3. Heike kühlen:
    07.11.2019 22:07

    Ich bin interessiert. Je besser ich werde desto besser für alle

  1. 1

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